Präsentation der Ausstellung in Freiburg

Geschrieben von Martin am 30. Januar 2011 | Abgelegt unter Allgemein, Aristides de Sousa Mendes

Vom 6. bis zum 18. Dezember 2010 ist die Ausstellung “Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt – Aristides de Sousa Mendes – Ein Beispiel für Zivilcourage” in der Eingangshalle vom Kollegiengebäude I an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gezeigt worden. Die Exposition war damit erstmals in Süddeutschland zu sehen.

Eröffnung mit dem portugiesischen Generalkonsul aus Stuttgart, Manuel Gomes Samuel

Zur Ausstellungseröffnung waren – wie angekündigt – der Prodekan der Fakultät, Professor Dr. Daniel Jacob, und der portugiesische Generalkonsul aus Stuttgart, Manuel Gomes Samuel, gekommen. Für ViVer nahm Vorstandsmitglied Sven Wierskalla an der Eröffnung teil.

Eröffnungsrede durch unser Vorstandsmitglied Sven Wierskalla

Professor Jacob hatte extra seine Teilnahme an einer Gremiensitzung der Universitätsfakultät abgesagt, um bei der Eröffnung eine Ansprache zu halten, den weiteren Ansprachen zuzuhören und an Gesprächen mit den Gästen teilzunehmen. Jacob betonte in seiner Ansprache, die Albert-Ludwig-Universität fühle sich insofern besonders geehrt, erster Präsentationsort in Süddeutschland zu sein, als dass die Hochschule durch das Rektorat Martin Heideggers 1933/34 und dessen Nähe zum Nationalsozialismus gerade zu Beginn der NS-Herrschaft eine unrühmliche Vergangenheit habe. Nun sei die Universität glücklich darüber, unsere Ausstellung über Aristides de Sousa Mendes zu Gast zu haben, denn der portugiesische Diplomat habe mit seinen Rettungstaten von 1940 ein positives Zeichen für Humanismus und Zivilcourage während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg gesetzt.

Generalkonsul Manuel Gomes Samuel wies auf die große Bedeutung hin, die de Sousa Mendes inzwischen für alle Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes Portugals hat. Sven Wierskalla legte dar, aus welcher Motivation heraus ViVer eine Ausstellung über de Sousa Mendes konzipiert und realisiert hat.

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Ein Kommentar zu “Präsentation der Ausstellung in Freiburg”

  1. am 11. Juni 2011 um 21:18 1.Walter Domscheit schrieb …

    Ein mutiger Diplomat rettet 30.000 Menschen vor dem Holocaust – ein Spielfilm soll nun sein Vermächtnis von Gerechtigkeit, Mut und Humanität in alle Herzen in weltweit allen wichtigen Sprachen tragen.

    Dazu haben sich die Produzenten des in Portugal gedrehten Films “The Consul Of Bordeaux” etwas Besonderes ausgedacht:

    So wie der portugiesische Generalkonsul im französischen Bordeaux, Aristides de Sousa Mendes im Juni 1940 jedem von 30.000 Flüchtlingen aller Nationalitäten, darunter 10.000 Juden, ein Visum für eine sichere Ausreise aus Frankreich über einen durch Spanien genehmigten Fluchtweg nach Portugal und damit in einen Seehafen für eine Flucht nach Übersee beschaffte und sie vor der Deportation in die KZs der Nazis bewahrte, möchten die Produzenten jedem Interessierten die Gelegenheit geben, sich mit symbolisch einem Dollar für jeden, den Mendes gerettet hat, mit einer “Film-Patenschaft” zu revanchieren.
    Auf einer bei IndieGogo – der weltweit größten globalen Spendenplattform in WEB – eingerichteten Informationsseite mit offiziellem Trailer kann man sich eintragen und spenden.

    http://www.indiegogo.com/The-Consul-of-Bordeaux

    Als Gegenleistung spendiert der Produzent allen “Film-Paten” und Finanziers eine DVD mit dem Film, eine CD mit den Soundtracks des Films, eine Einladung zu einer Premiere und bei größeren Beträgen auch eine Namensnennung im Abspann, wenn dies denn erwünscht ist.

    Das Geld soll helfen, den schon in portugiesischer Sprache abgedrehten und mit Untertiteln in Französisch, Englisch und Niederländisch ausgestatteten Film jetzt in alle wichtigen Weltsprachen zu synchronisieren und für den weltweiten Vertrieb in bestmöglicher Qualität bereitzustellen.

    Mit dem Film soll dem Diplomaten mit Herz und Mut ein bleibendes Denkmal gesetzt werden. Im Jahre 1966 ehrte man bereits ihn in Israel mit dem Titel „Gerechter unter den Völkern“, einem in Israel nach der Staatsgründung 1948 eingeführten Ehrentitel für nichtjüdische Einzelpersonen, die unter nationalsozialistischer Herrschaft während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben einsetzten, um Juden vor der Ermordung zu retten und widmete ihm in der Gedenkstätte Yad Vashem einen Hain mit 10.000 Bäumen.

    Der Generalkonsul, der sich mit seiner humanitären Aktion den Anordnungen der portugiesischen Regierung unter dem Diktator Salazar zum Unterlassen der Visumausgabe widersetzte, starb nach seiner Demission bettelarm im Alter von 69 Jahren 1954 in Lissabon. Israel schreibt ihm mit seiner Ehrung die größte einzelne Rettungsaktion des Zweiten Weltkriegs zu, auch die portugiesische Regierung besann sich der heroischen Tat ihres abgestraften Diplomaten, rehabilitierte ihn 1988 und setzte ihn posthum wieder in den Diplomatenstand, verlieh ihm sodann die höchste Auszeichnung des Landes. Man verehrt ihn heute als den “portugiesischen Schindler”.